Angehörige

Angehörige und Partner/innen von Suchtkranken

Sucht ist eine Familienkrankheit, d.h. sie betrifft nie nur den Süchtigen, sondern stets auch das soziale Umfeld. Für den/die Betroffene/n gibt es ein breites medizinisches und therapeutisches Hilfesystem (sofern er/sie denn will..). Die Angehörigen bleiben meist jedoch mit ihrem Leid alleine. 

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Selbstvorwürfe und Fragen...

  • Was tun, wenn der Partner oder Familienangehörige süchtig ist?
  • Was, wenn es zu einem Rückfall kommt?
  • Hätte ich früher was merken können?
  • Bin ich vielleicht co-abhängig?
  • Wie lange kann ich das noch mitansehen?
  • Liebt er/sie mich nicht mehr als den Alkohol?
"In seiner nassen Zeit begann mein Mann schon morgens mit Bier und Schnaps. Wir stritten uns nur noch. Ich suchte mir Rat beim Kreuzbund und fand offene Ohren. Heute besuchen wir die Gruppe sogar zusammen."
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Anne
Ehefrau eines Betroffenen

In unseren Gruppen sitzen Betroffene & Angehörige gemeinsam.

Du findest also auch als Angehörige/r immer ein offenes Ohr für Deine Sorgen und ehrliche Antworten und Tipps von Menschen, die selbst hautnah Sucht – sei es die eigene oder die eines nahen Menschen – miterlebt (und überstanden!) haben. Du kannst sowohl mit deine/r Partner/in zu uns kommen oder auch alleine. 

Informationen, Informationen, Informationen...

Was im Kopf eines Süchtigen vorgeht, ist für Angehörige und Nicht-Betroffene oft nur schwer zu verstehen. Daher ist es enorm wichtig, dass du dich über die Krankheit informierst. Scham und Schuldgefühle sind oft riesengroß, doch es ist wichtig, dass auch du dir Unterstützung holst. Am besten von Menschen, die sich damit auskennen. Professionelle Suchtberater z.B. der Caritas können helfen oder du besuchst mal unsere Gruppenstunde. 

Wir empfehlen dir den Besuch einer Selbsthilfegruppe bereits, wenn dein/e Angehörige/r bereits selbst in Therapie ist. Denn dort lernt ein Süchtiger sehr sehr viel über seine Erkrankung. Der Angehörige, der währenddessen zu Hause Haus & Familie in Schuss hält, bleibt jedoch auf dem selben Wissensstand wie vorher. Das kann zu Konflikten nach Rückkehr des Betroffenen führen.

Du bist nicht alleine! Und du bist in unseren Gruppen herzlich willkommen!